Kolumbien

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Die 2te Woche Bucaramanga

So, letzte Woche gabs ja nur ein paar Bilder. Ein paar kleine Berichte über die letzte Woche sollen nun folgen.

Zunächst über das vorletzte Wochenende: Freitags war eigentlich nix besonderes. Arbeiten und heim, bissl was Kochen und noch schnell auf nen Bierchen inne Tienda. Dann früh ratzen, denn am nächsten Tag sollte es früh in die umliegenden Berge gehen. Eine kleine Wanderung zu einem Wasserfall mit anschließendem Bergwasserbaden und Rückweg standen auf dem Programm.

Samstagsmorgens um 8 ging der Wecker, aber man hörte schon den Regen plätschern, also hieß es: „Nochmal umdrehen“ und noch 2 Stündchen schlafen. Um 10 Uhr hörte es dann endlich auf zu regnen und wir entschlossen uns noch die Tour zum Wasserfall zu machen. Wir, das sind Felix, Sergio, Cesar, Diego (ein Arbeitskollege) und ich fuhren dann um 11 Uhr in ein nahegelegenes Dorf von wo aus die Tour losging. Zunächst hieß es einen knapp 2 Stunden langen Aufstieg zu bewältigen, was allerdings aufgrund der atemberaubenden Landschaft kein Thema war. Danach hieß es erstmal alle Sachen die trocken bleiben sollen sicher in Plastiktüten verstauen, denn es folgte eine 20 minütige Wanderung durch einen Bergbach. Anschließend waren wir am Wasserfall angekommen. Dort hieß es dann erstmal schwimmen. Sehr cool. Nach einem ca. 30minütigem Bad im frischen Bergwasser ging es wieder zurück. Und wir besuchten noch einen sogenannten „Club“(wie ein Freizeitbad, mit Schwimmbecken, Fußballplatz, Tennisplatz, Minigolf&hellip. Diese „Clubs“ sind normalerweise nur für Studenten von Privatuniversitäten, da unser Wanderführer Diego allerdings an einer Privatuni studiert hat war es kein Problem hineinzukommen.

Abends waren dann alle müde und wir entschlossen uns ein paar Videos auszuleihen und nen ruhigen Abend zu machen. Da Diego und Cesar allerdings noch ein paar Freundinnen einluden, wurde aus dem ruhigen Abend nix, denn wir lernten an diesem Abend in unserem Wohnzimmer Salsa tanzen. Was sich als gar nicht so leicht herausstellte.

Am Sonntag war dann wieder der obligatorische Fußballtag.

In der folgenden Woche waren einige Sachen zu erledigen. Zunächst mussten wir uns endgültig beim DAS (dem kolumbianischen Ausländeramt) anmelden. Nachdem wir in der vorletzten Woche alle Besorgungen hierfür getroffen hatten (ca. 10 Passbilder/15 Kopien/Anmeldeschein ausfülle/120000Pesos zahlen&hellip dachten wir eigentlich, dass dieses schnell über die Bühne gehen sollte. Also fuhren wir Montag um 3 Uhr zum DAS. Unser Sachbearbeiter kontrollierte alle Unterlagen. Und er sagte uns, dass die Originalquittung über die 120000Pesos fehlen würde. Wir machten ihm darauf aufmerksam, dass laut Liste, welche uns durch das DAS ausgehändigt wurde, nur die Kopie der Quittung notwendig sei und die Originalquittung in unserer Firma liegen würde. Er meinte darauf nur: „Ist das mein oder Ihr Problem, dass sie das Original nicht zur Hand haben und dass es nicht auf unserer Liste steht!?“ Also hieß es am nächsten Tag nochmal zum DAS. Diesmal hatten wir einen anderen Sachbearbeiter, der äußerst freundlich war. Dieses mal waren auch Unterlagen vorhanden. Das einzigste was uns noch von unserem Kolumbianischen Ausweis trennte waren ca. 20 Fingerabdrücke die von uns genommen wurden. Nach ca. 2 Stunden Aufenthalt beim DAS hatten wir uns dann endlich ordnungsgemäß angemeldet und ich darf mich nun bis Ende Februar in Kolumbien aufhalten.

Neben dem Anmelden benötigten wir noch einige Sachen für unseren Haushalt. Hierfür gings in die Stadt. Nebenbei wurde ein wenig Sightseeing betrieben. Hierbei fielen vor allen Dingen die vielen Privaten bewaffneten Wachleute auf. Die allerdings meistens äußerst freundlich sind. Wenn man beispielsweise in einem großen Einkaufszentrum fragen hat, wo etwas steht, sind die Wachleute gerne bereit einem zu helfen.

Allerdings verstehe ich es nicht, wieso ein Schnellimbiss für Hühnchen von 2 privaten Wachleuten mit Schrotflinten bewacht wird.

Unser Firmenchef sagt dazu nur immer: „Das liegt an der alten Zeit wo es noch gefährlich in Kolumbien war. Heute ist hier alles sicher!“

Zu der gefährlichen alten Zeit gibt es noch eine kleine Story die mir erzählt wurde. Und zwar durften vor ein paar Jahren Motorradfahrer kein Helm tragen, denn von Motorrädern wurden früher viele Attentate verübt. Und aufgrund der Helme konnte die Attentäter nicht identifiziert werden. Also gab es ein Helmverbot, welcher mittlerweile aber wieder aufgehoben ist.

Die Woche plätscherte dann so vor sich hin, bis Freitag war. Nach der Arbeit ging es zu einem Freund in die Wohnanlage, wo wir erstmal ne Runde schwimmen gingen. Anschließend ging es fix heim, denn wir waren um 8 Uhr zu einer Fiesta geladen. Eine Arbeitskollegin feierte Ihren Geburtstag. Auf der Fiesta angekommen wunderten wir uns zunächst einmal, wieso es keine Zapfanlage oder einen Kühlwagen für Bier gab. Der Grund war schnell gefunden. Es gab auf der Party kein Bier, sondern nur Rum-Cola. Und da die Mischen ordentlich waren wurde man auch relativ schnell betrunken. Um halb 1 war die Fiesta allerdings bereits gelaufen, denn Samstag ist hier ja ein normaler Arbeitstag. Da wir allerdings bereits abgesprochen hatten, dass wir Samstag nicht arbeiten entschlossen wir uns noch eine Bar aufzusuchen und nen paar Bierchen zu trinken. Um 3 Uhr nahmen wir dann noch ein Taxi und besuchten eine Discothek. Um 6 Uhr gings dann heim.

Samstag morgen hieß es dann schon wieder um 10 Uhr aufstehen und mit nem Arbeitskollegen Namens Juvenal in die Berge fahren und an einem anderen Wasserfall schwimmen gehen.  Um 4 Uhr sind wir dort wieder weggefahren und zur Finca von unserem Chef gefahren. Dort wurde dann Fisch gefangen, den wir später zuhause verzehrt haben. Sehr lecker.

Sonntag hieß es dann ausruhen für die neue Arbeitswocheh!!!

Fotos werden in den nächsten Tagen wieder folgen!

11.9.07 15:32, kommentieren