Kolumbien

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Endlich mal was neues

So, langsam wird’s mal wieder Zeit für nen paar kleine Berichte. Ist ja immerhin schon gut 3 Wochen her, dass hier was Neues gekommen ist.

Vor 3 Wochen war erstmal am Samstag wieder Wasserfalltag angesagt. Bissl in der geilen Natur hier schwimmen. Dort konnte man dann auch vom Wasserfall ins Auffangbecken springen. Waren zwar nur 6 Meter, war aber trotzdem geil. Besonders da das Wasser an diesem Wasserfall im Gegensatz zu den bisherigen Natur „Freibädern“ schön warm war, dies lag an den zahlreichen Felsen die von der Sonne schön aufgeheizt waren.


Da an dem Tag vorher ne schöne Party mit viel Rum und zwar ausschließlich Rum und Rum Cola war, tat die Frische Luft nochmal doppelt gut. Abends hat dann noch nen Arbeitskollege nen paar Fische an der Finca von unserem Chef gefangen, die dann auch deliziös zubereitet wurden. Am Sonntag war dann erstmal großer Waschtag und es stellte sich raus, dass mein deutscher Praktikumskollege, der in Leipzig studiert, sich wohl nen Magen-Darminfekt eingefangen hat, denn es hieß für ihn. Alle 15-30 Minuten aufs Klo rennen. Da dieses auch noch bis Montags anhielt, ist er Montags morgens mit unserem Kolumbianischen Mitbewohner ins Krankenhaus. Dort wurde dann eine ganz normale Reaktion auf die Klimaumstellung und das essen diagnostiziert. Der Arzt meinte nur, dass das jeder deutsche bekommt der nach Kolumbien kommt, und das er sich schon auf den nächsten Deutschen Patienten freut. Bin ja mal gespannt ob ich sowas schönes auch noch bekomme. Der Kollege saß auf jeden Fall ca. 1 Woche aufm Klo.

Da ich allerdings jetzt schon gut 6 Wochen hier bin und bislang noch keinerlei Beschwerden hatte sehe ich dem ganzen recht optimistisch entgegen.

Innerhalb der Woche ist dann nix spannendes passiert. Es wurde mal wieder nen bissl die Stadt erkundet. Hierbei habe ich auch einige ganz nette Plätze gesehen.


Der Palmenpark bei Sonne


Im Zentrum von Bucaramanga

Eine der wichtigsten Ost West Verbindungen innerhalb von B´manga, die Carrera 15

Und an der Studienarbeit gearbeitet. Dies stellt sich gar nicht so einfach heraus. Denn es sind natürlich alle Informationen die ich bekomme auf Spanisch. Und da es alles Fachspezifisches Vokabular ist, ist eine Übersetzung nicht immer problemlos zu bewältigen, aber dafür trainiert das ja auch nen bissl mein Spanisch, auch wenn ich mit der Grammatik noch nicht wirklich zu Rande komme. Aber eine Freundin aus der Stadt will mir das ganze jetzt mal nen bissl näher bringen mit den Zeiten etc. mal abwarten obs was wird.

Da ich bereits in Deutschland einen Kolumbianischen Freund habe, der mit mir zusammen in Bremen ein Semester studiert hat und der derzeit noch nen  Praktikum in Hamburg absolviert hat dieser bereits vor meiner Ankunft einen deutschen Freund hier in Bucaramanga angekündigt. Somit habe ich schnell einige Leute hier in der Stadt kennengelernt, die nicht von der Firma sind. Sind alle super nett. Wurde direkt auf nen paar Fiestas und Rumbas eingeladen um noch weitere Freunde kennenzulernen und die Kunst des Salsa tanzens zu erlernen. Dies stellt sich gar nicht als einfach heraus. Naja, aber die Zeit wird’s schon bringen. Habe ja auch einige Salsalehrerinnen, wie das Bild zeigt.


Meine Salsalehrerinnen

Am Freitag war Stand dann mein erstes mal Bollo spielen aufm Programm. Bevor ich es gesehen hatte, hatte es mir einige Freunde so erklärt, dass es sich anhörte als wäre es wie Bowling. Dies stellte sich allerdings als Missverständnis heraus. Denn beim Bollo wir nicht eine große Kugel mit drei Löchern über s Parkett geschleudert um dann 10 PINS abzuräumen. Nein, beim Bollo, muss eine kleine Metallkugel (Durchmesser ca. 10-15cm) ca. 25m weit geschleudert werden um dann direkt 3 Pins abzuräumen. Dieses stellte sich wie das Salsa tanzen als äußerst kompliziert und schwierig heraus, denn die Kugel über 25 Meter zu kontrollieren klappte nicht immer, so kam es auch schonmal vor, dass die Kugel nach rechts in eine Wiese flog, oder nach links flog und die Pins der Nachbarn abräumte. Aber kein Problem, die Kolumbianer sehen das alles locker. Die Pins wurden im übrigen immer von Kindern aufgestellt, die auch die Kugeln zurückspielten… Von diesem Sport werde ich sicher auch nochmal nen Foto ins Netz stellen.

Da bei diesem Sport auch äußerst viel Bier getrunken wird und das Spiel mit 2 Teams gespielt wird, müssen am Ende immer die Verlierer alles zahlen. Also sucht man sich am besten das Gewinnerteam aus

Nun mal ein wenig zu den Discos hier. Eigentlich gibt es hier Bucaramanga keine wirklichen Discos so wie wir sie in Deutschland kennen Mit mehreren unterschiedlichen Musikrichtungen, groß, geräumig… Hier in B´manga ist alles ein wenig kleiner, auch wenns ne Stadt mit 1 Million Einwohnern ist. Die Diskos sind eigentlich eher kleine Bars die ab und zu dann noch in der 2ten Ebene ne Tanzfläche haben. Gewöhnungsbedürftig aber auch sehr nett und man kann sich halt eine Bar für den Individuellen Musikgeschmack aussuchen. Und wenn es einem nicht so gefällt, geht man halt wieder und wechselt die Bar. Da es entweder nämlich gar keinen Eintritt kostet oder umgerechnet ca. 1,50€ ist das eigentlich kein Thema. Aber da die Diskos in ganz Kolumbien schon um halb 3 nachts schließen, wechselt man meist eh net mehr. In der ersten Disko wo ich mit den Kolumbianischen Arbeitskollegen war kam ich mir zunächst vor wie in ner Schwulen Bar, denn es  liefen dort fast ausschließlich Kerle rum. Die Mädels waren dann aber auf der Tanzfläche zu finden. Da der Laden aber gerammelt voll war, bot sich tanzen bei ca. 40°C Hitze nicht unbedingt an. Also haben wir uns lieber nen paar Bier getrunken und sind schnell inne Tienda, da dort das Bier erheblich günstiger ist. Mein zweiter Discobesuch war dann mit Freunden aus der Stadt, die ich von meinem Kommilitonen aus Bremen kenne. In der Disco war es zunächst ganz nett, da die anderen aber eher Lust auf ne kleine Hausparty hatten haben wir noch schnell nen bissl Bier und Schnapps gekauft und haben ne Hausparty bei einem Freund in der Stadt veranstaltet. Sehr geil. Hat mir viel besser gefallen als die Discos. Das Problem bei den Discos ist auch, dass die Musik selbst im Barbereich so laut ist, dass man sein eigenes Wort nicht mehr verstehen kann.

Mein Dritter Discobesuch war dann eine Uniparty. Dies stellte sich auch als sehr lustig raus, da dort auch die Schönheitskönigin der Universität gewählt wurde.

Ansonsten gibt es nicht viel Neues zu berichten. Am Wochenende  geht’s mit ein paar Arbeitskollegen in einen Nationalpark um dort 3 Tage zu Zelten und Rafting zu betreiben. Wird sicher sehr lustig und dort werden sicher auch ein paar schöne Fotos entstehen, die Ihr dann nächste Woche betrachten könnt!

Bis dahin!

10.10.07 15:54, kommentieren

Campingwochenende mit Rafting

Letzte Woche hatte ich ja bereits angekündigt, dass es am Wochenende zum Zelten gehen sollte. Da in Kolumbien viel geplant wird, dann aber doch nicht klappt bzw. durchgeführt wird, dachte ich mir zunächst:“mh, ob das wohl was wird am Wochenende mit dem Campingausflug!?“ Aber, es klappte. Am Samstag sollte es um 2 Uhr losgehen, da ich derzeit aber in Kolumbien bin, ging es natürlich mit einer üblichen Verspätung los. Ein Arbeitskollege, der uns mit zum Camping nehmen sollte kam anstatt um 2 Uhr erst um halb 3, und da sein Auto bereits mit Gepäck überfüllt war, mussten wir nochmal alles umpacken und somit wars 3 Uhr bis wir loskamen. Wie das Auto nach unserer Packaktion von außen und innen aussah könnt ihr auf den folgenden Bildern erkennen.



Nachdem es dann endlich losging auf die Reise nach Curiti, einer Kleinstadt ca. 80km von Bucaramanga entfernt merkten wir bereits aufgrund der Straßenverhältnisse und der hügeligen Landschaft, dass diese 80 km lange dauern würden. Dies war allerdings aufgrund der atemberaubenden und abwechslungsreichen Landschaft kein Problem. Wir kamen am Chicimocha Nationalpark vorbei und passierten einige Canyons.


Nach gut 2 Stunden Fahrt und zig Militärkontrollen sind wir dann am Zielort, einem kleinen Fluss nahe der Kleinstadt Curiti angekommen. Dort warteten bereits ein paar weitere Arbeitskollegen auf uns, denn es wollten insgesamt 10 Leute aus der Firma zum Zelten kommen. Am „Zeltplatz“ angekommen gabs erstmal nen kühles Blondes. (Der Zeltplatz war eigentlich gar kein richtiger Zeltplatz, denn alle Leute Zelteten einfach in der Natur nahe am Fluss.) Nachdem wir unser erstes Bier getrunken hatten gings bei bereits eintretender Dunkelheit zu unserer Campingstelle. Hier bauten wir schnell unsere Zelte auf und bereiteten das Abendessen vor. Leider fing es dann schnell an zu rechnen, was der Stimmung allerdings kein Abbruch tat. Das Abendessen wurde dann halt nach dem Regen zubereitet und wir tranken noch ein paar schnelle Bier im Zelt. Nachm Regen wurde dann fix zu abend gegessen und noch ein bissl was bei ein paar Getränken erzählt.


Nach dem gestrigen Abend waren heute morgen alle ein wenig groggy, trotzdem gings schon um 7 zum Frühstück zu einem nahegelegenen Restaurant. Dort gabs dann Caldo (Brühe mit Fleischeinlage) und leckeren Kakao.


Nachm Frühstück gings dann um 9 Uhr nach San Gil zum Rafting. Dies war einfach nur super.


Den restlichen Tag wurde dann noch am Zeltplatz verbracht mit schwimmen, Barbecue…

Am Montag hieß es dann auch schon wieder heimfahren, denn am Dienstag mussten alle wieder arbeiten. Morgens haben wir allerdings erst nochmals die Gelegenheit genutzt und sind im Fluss baden gegangen. Nachm Zeltabbau und Autobeladen gings dann auch heimwärts.

Das war auch schon das schöne und Erlebnisreiche Wochenende. 

17.10.07 17:32, kommentieren