Kolumbien

Die erste Woche Kolumbien

Am Montag war dann mein erster Arbeitstag bei Rambal S.A. (www.rambal.com.co) Morgens sind wir mit dem Bus zur Arbeit gefahren, was schon ein echtes Abenteuer ist, denn hier in Kolumbien gibt es eigentlich nur eine Verkehrsregel und das ist: der stärkere gewinnt und es ist nahezu alles erlaubt. Rechts überholen, innerhalb geschlossener Ortschaft wird regelmäßig 80 gefahren… (und wenn die Straßen nicht so schlecht wären, würden die Leute auch noch schneller fahren), Mopeds schlängeln sich durch die Autos und haben meist Glück, dass sie nicht umgefahren werden. Neben diesen Verkehrsunterschieden zu Deutschland sind auch die Busse eine Augenweide. Sie sehen von aussen aus wie Weihnachtsbäume (viele Lichter, alles am blinken&hellip und von innen sehen die Busse aus wie nen Wohnzimmer mit Gardienen und Sesseln. Bei Rambal angekommen wurde ich erstmal herzlich begrüßt und einer meiner Mitbewohner hat mich einigen Leuten vorgestellt. Unter anderem auch der Personalchefin, die mir dann alle weiteren Mitarbeiter vorgestellt hat. Das waren dann auch nur so knapp 50 Leute und Namen die ich mir dann auf mal merken sollte.

Nach der Vorstellungsrunde bin ich dann erstmal zu Raimundo, meinem deutschen Chef. Wir haben nochmal über ein Projekt und mögliche alternativen geredet. Aber es hat sich etwas in Richtung Quality Management herausgestellt. Deshalb wurde ich der Qualitätsabteilung zugeteilt. Hier hieß es erstmal Labor kennenlernen und die Leute näher kennenlernen. So ging die Zeit super fix rum und der Arbeitstag war um 5 Uhr vorbei. Abends kam dann ein weiterer deutscher in B´manga an. Felix, er studiert Energietechnik in Leibzig und macht auch sein Praxissemester bei Rambal.

Nachdem wir Ihn am Flughafen abgeholt haben sind wir nach Hause. Dienstag war dann erstmal wieder ausschlafen angesagt, da Felix ja auch seinen Jetlag bekämpfen musste. Bei der Arbeit bekam ich dann erstmal einen Platz im Büro mit 2 Mitarbeitern. Abends sind wir dann in ein riesiges Einkaufszentrum nach B´manga und haben nen bissl eingekauft und später noch die Innenstadt erkundet.

Am Mittwoch sind wir dann zum Ausländeramt um uns anzumelden. Zum Glück hatten wir Sergio dabei, der uns ein wenig helfen konnte. Denn zunächst war das Gebäude durch Miliär mit automatischen Waffengesichert und alles war mega kompliziert! Bevor wir überhaupt in das Gebäude durften mussten wir uns 2 mal fotografieren lassen und 4 mal unsere Fingerabdrücke abgeben… Nachdem wir dann endlich im richtigen Büro waren wurde uns gesagt was wir alles haben müssen, damit wir uns anmelden können. Das war ne ganze Liste abzuarbeiten. Von Fotos auf speziellem Papier in ganz interessanten Größen über Blutabnahme und Blutgruppe bestimmen lassen bis hin zu ca. 15 Kopien. Nachdem wir das alles erledigt hatten war der Tag auch schon rum, denn hier in Kolumbien geht alles ein wenig langsamer. Eine Stunde Wartezeit ist hier ganz normal. Neben den oben aufgeführten Sachen haben wir an diesem Tag uns auch noch Sim Karten fürs Handy besorgt! Das hat auch nur gute 2 Stunden und ca. 10 Unterschriften und Fingerabdrücke gedauert. Denn hier reicht nicht nur eine Unterschrift, nein, neben jede Unterschrift muss ein Fingerabdruck.

Naja, aber dafür bin ich jetzt auch in Kolumbien erreichbar! Also wenn ihr mich mal anrufen wollt in Kolumbien, wählt diese Nummer:  00573143466423

Donnerstag hieß es dann nochmal die restlichen Sachen für  das Ausländeramt erledigen und ein bissl arbeiten.

Jetzt ist bereits Freitag Ortszeit 16.00Uhr und in einer Stunde ist Feierabend. Normalerweise ist Samstag auch ein normaler Arbeitstag, aber wir werden morgen mit einigen von der Firma in die Berge zu Wasserfällen gehen und schwimmen gehen, denn hier ist es täglich ca. 28°C.

Gruß

31.8.07 23:00

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