Kolumbien

AUSFLUG NACH BOGOTA

Wie bereits letzte Woche erwähnt ging es am vergangenen Wochenende nach Bogota.

Eigentlich hatte ich geplant 10 Tage in Bogota zu bleiben, mich aber bereits kurz vor Abreise entschieden doch nur 5 Tage zu bleiben um dann an die restlich Zeit zu nutzen um meine Studienarbeit weiter zu schreiben und zu beenden.

Am vergangenen Freitag gings dann mitm Bus auf nach Bogota. Die Tickets für den Bus hatten wir uns bereits vorher bestellt, was auch notwendig war, denn der Bus war bis auf den letzten Platz ausgebucht. Das ist wohl auch normal am Wochenende.

Der Bus hatte die offizielle Abfahrtszeit 23.30Uhr, da aber alles immer ein wenig später beginnt, begann auch die Busreise mit einer halben Stunde Verzögerung. Nachdem der Bus vorgefahren war, war ich zunächst vom Fabrikat überrascht, ein deutscher Mercedes Bus. Die zweite Überraschung folgte prompt beim besteigen des Busses. Ich denke mal jeder kennt einen normalen deutschen Reisebuss, wo hinten immer die 5***** Sterne aufgepinselt sind (für toilette, TV, Klima&hellip. Das hatte unser kolumbianische Bus nicht, aber es fiel direkt auf, dass die Sitze breiter sind, man mehr Beinfreiheit hat und es sogar 2 Bustoiletten gibt. Und das obwohl der Bus keinen Stern hatte, naja, ausser den Mercedesstern. Da sollten sich die deutschen Busunternehmen mal ne Scheibe von abschneiden. Besonders von der Beinfreiheit. Aufgrund des überaus guten Komforts im Bus konnte ich auch sehr gut schlafen, so dass ich von den ersten 6 Stunden Busfahrt, bis auf die ganz ganz fiesen Schlaglöcher der kolumbianischen Straßen, gar nix mitbekommen habe. Nach diesen 6 Stunden hatten wir auch schon die ewig große Hochebene der Anden erreicht, auf welcher auch Bogota liegt. Dann kam es allerdings zu Problemen. Der Motor des Busses versagte auf mal den Dienst. Nachdem der Busfahrer dann alles gecheckt hatte und er zu dem Schluss gekommen war, dass ihm wohl der Sprit ausgegangen ist, ist der zweite Busfahrer mit einem großen Kanister zur nächsten Tankstelle und hat eben 20 Liter Diesel besorgt. Danach lief der Bus dann auch wieder. Und wir haben die Fahrt nach Bogota fortgesetzt! Nach der Zwangspause von ca. 1 Stunde und 2 Stunden weiterfahrt sind wir dann auch in Bogota angekommen. Dann hieß es erstmal Taxi fahren. Denn unser Kollege und Mitbewohner, der diese Woche auf einer Messe für Plastikprodukte arbeiten muss, hatte angeboten bei seiner Ma mit in der Wohnung zu schlafen. Das Angebot haben wir natürlich gerne angenommen, besonders, da die Wohnung sehr Zentral zur Innenstadt und zu den Touristenplätzen gelegen ist (Allerdings nicht zentral zur Busstation, deshalb die Taxifahrt). Angekommen an dem Apartmenthaus gings in die Wohnung. Ich kann nur sagen: ein atemberaubender Ausblick über die ganze Stadt. Denn das Haus ist am Berg gelegen und die Wohnung im 20ten Stock. Und man kann wirklich fast die ganze Stadt überblicken…

Nachdem wir dann erstmal gefrühstückt hatten wollten wir eigentlich in die Innenstadt um uns ein paar Plätze anzuschauen. Dann fing es aber erstmal an zu Regnen und Hageln. Evtl. habt ihr was davon im Fernsehen in Deutschland gesehen über das große Unwetter in der Hauptstadt Kolumbiens… Danach war erstmal totales Chaos auf den Straßen, denn einige Straßen standen so hoch voll Wasser, das kein Auto passieren konnte. Desweiteren waren einige Straßen mit einer 10cm dicken Eisschicht versiegelt, was natürlich auch zum Chaos beitrug… also haben wir uns zu Fuß auf den Weg gemacht… Ab da hieß es: das ganze Touri Programm…

Für 3 Tage…. Natürlich kam auch das Feiern und Leute kennenlernen nicht zu kurz.

Am 4ten Tag war dann die internationale Verpackungsmesse angesagt. Dort gab es zwar größtenteils nur sehr spezielle Maschinen, es war aber trotzdem sehr interessant. Abends hieß es dann auch schon Abschied nehmen von Bogota denn um 10.30 Uhr ging der Bus nach Bucaramanga.

Abschließend ein kleines Fazit zu Bogota: Die Stadt ist riesig. Man braucht sehr viel Zeit um von einem Ort zum anderen zu kommen, dies liegt zum einen  an den langen Strecken und zum anderen am großen Verkehrsaufkommen. Desweiteren muss ich sagen, dass ich mich sehr sicher gefühlt habe, denn vorher hatte ich von mehreren Seiten gehört, dass Bogota ein gefährliches Pflaster ist. Aber ich denke wenn man weiß, welche Gebiete man meiden sollte, ist Bogota sicher, was auch auf die starke Polizei und Militärpräsenz zurückzuführen ist.

(Die einzige Situation wo ich zunächst ein etwas komisches Gefühl im Magen hatte, waren die nächtlichen Taxifahrten, denn Hier fahren die Taxifahrer ohne Rücksicht auch bei Rot püber die Ampel. Sie werfen zwar auch mal nen Blick nach links und rechts und werden nen bissl langsamer, aber es wird nur im äußersten Notfall komplett abgebremst. Ich habe mir sagen lassen, dass dies aufgrund von häufigen nächtlichen bewaffneten Raubüberfällen so ist. Wir haben aber nix davon mitbekommen!).

Desweiteren sind die Leute alle sehr Hilfsbereit, wenn man mal ein paar fragen hat wo man am besten hergeht, welchen Bus man nehmen sollte…   Ich habe sicher nur einen Bruchteil dessen gesehen was Bogota zu bieten hat, ich werde aber Anfang nächsten Jahres sicher nochmal die Gelegenheit haben mehr Eindrücke der Hauptstadt Kolumbiens zu sammeln.

13.11.07 15:25

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